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Freitag, 3. Juli 2015

ANDRA AKERS

* 16.09.43, New York
+ 20.03.02, Los Angeles


Andra Akers war eine US-amerikanische Schauspielerin und Gelehrte, die in New York geboren wurde und aus einer seit der Gründerzeit sehr einflussreichen Familie stammte. Ihr Vorfahr William Ellery unterzeichnete die US-Unabhängigkeitserklärung mit, ihr Großvater mütterlicherseits, John Russell Pope, war Architekt des Jefferson Memorials.
Der Vater von Andra Akers, Anthony Boyce Akers (1914 - 1976), diente bei der Marine, wirkte beim Film "They were expendable" mit, war Politiker und schließlich Botschafter in Neuseeland. Ihre Mutter ware Jane Pope, verheiratete Akers, verheiratete Ridgway (1917 - 2012).

Akers studierte an renommierten Universitäten (Victoria University [NZ], Sarah Lawrence College) Schauspiel und Politik und trat Ende der 60er-Jahre in damals verbreiteten subkulturellen Filmen auf. 1968 spielte sie in "Murder à la Mod", einem Film von Brian De Palma, der kurz darauf nach Hollywood ging und berühmt werden sollte.
Akers spielte auch oft auf Theaterbühnen.

Andra Akers in Murder a la Mod (1968)

In den 70er- und 80er-Jahren spielte sie auch häufig in TV-Serien mit, darunter "Police Woman" (Make-Up und Pistolen, 1975), "Charlies Angels" (Drei Engel für Charlie; 1 Folge: Angels on Wheels, 1976), "Mary Hartman, Mary Hartman" (mehrere Folgen, 1976-77), "Dallas" (1979, 1 Folge) und "Hart to Hart" mit Robert Wagner und Stefanie Powers (Hart aber herzlich; 2 Folgen: S01F04/'79 und S03F14(15)/'82).

Dallas (als Sally Bullock; 1979)

Hart to Hart (Hart aber herzlich; S01F04; 1979)

Hart to Hart (Hart aber herzlich; S03F15; 1982)

Akers war zwar eine durchaus erfolgreiche TV-Schauspielerin, schaffte es aber oft nicht ganz, an die Hauptrollen zu kommen. Häufig bekam sie z. B. die Rolle des Sidekicks oder der durchtriebenen Geschäftsfrau. In Serien spielte sie oft nur in einer oder wenigen Folgen mit.
Zuerst trug sie ihr dunkles Haar traditionell nach oben toupiert, dann entsprach sie mehr dem Zeitgeist und ließ es blondieren, trug es immer öfter fallend und ließ sich die Nase korrigieren.

Moment by Moment (1978)

1978 spielte Akers in "Moment by Moment" (Von Augenblick zu Augenblick) an der Seite von John Travolta und Lily Tomlin die Rolle der Naomi.
Besonders berühmt wurde Akers Rolle in "Desert Hearts" von 1985, einem "Lesbenklassiker", dessen Handlung in das Jahr 1959 zurückversetzt. Darin lassen Frauen ihre familiäre Enge hinter sich und gehen in einem Urlaubsdomizil lesbische Beziehungen ein.
1986 spielte sie in "Odd Jobs" (Heiße Geschäfte) eine materialistische und sexuell getriebene Geschäftsfrau.

Desert Hearts (1985)

Odd Jobs (1986)


Andra Akers hatte 1986 von der Schauspielerei genug, obwohl sie in diesem Jahr noch einige Auftritte hinlegte. Schon vorher hat sie sich gerne wissenschaftlichen Themen zugewandt und in den frühen 80ern z. B. Synergy International, eine Gruppe von Videokünstlern, Computerspezialisten, Mathematikern und Naturwissenschaftlern, gegründet. 
Jetzt (1986) konnte sie das "International Synergy Institute", das später in "Essence Institute" umbenannt wurde, gründen. Das Institut war ein multidisziplinärer Think Tank in Los Angeles.
Akers setzte sich auch für sozial Bedürftige ein, z. B. für Landminenopfer an der Grenze zwischen Birma/Myanmar und Thailand (Mae-Tao-Klinik).
Akers saß auch in mehreren Advisory Boards, z. B. des Center for Partnership Studies, The Mobius Group und des Institute for Penal Reform and Social Change in Budapest. Sie wurde auch unter die Lindesfarne Fellows in New York gewählt.



Die 1990er-Jahre samt Durchbruch des World Wide Web durfte die vielbeschäftigte Andra Akers noch erleben. Doch leider musste sie sich im Jahre 2002 einer OP unterziehen, an der sie überraschend starb. Viele Bücher, an denen sie arbeitete, blieben unvollendet.
Akers liegt auf dem Berkeley Memorial Cemetary begraben. 

Ihre Schwester Ellery Akers blieb weiterhin als erfolgreiche Schriftstellerin tätig.


FILMOGRAPHIE:

- "Murder a la Mod" (1968)
- "The Wedding Party" (1969)
- "Moment by Moment" (1978)
- "E. Nick: A Legend in His Own Mind" (1984)
- "Desert Hearts" (1985)
- "Copacabana" (1985) [TV]
- "Just Between Friends" (1986)
- "Killer in the Mirror" (1986)
- "Odd Jobs" (1986)
- "Nothing in Common" (1986)

Serien und Shows:
- "Police Woman" (1975)
- "Charlie's Angels" (1976)
- "Baretta"
- "Taxi"
- "Dallas" (1979)
- "Hart to Hart" (1979, 81)
- "Moonlighting" (1986)



Donnerstag, 2. Juli 2015

NOTIZ: HEGELS ÄSTHETIK - DAS KUNSTSCHÖNE ODER DAS IDEAL

Das Kunstschöne oder das Ideal [in Hegels Ästhetik]


Das Seminar hat sich mit dem Textabschnitt „Die Idee des Kunstschönen oder das Ideal“ aus GWF Hegels „Vorlesungen über die Ästhetik. Erster und zweiter Teil“ (kurz: Ästhetik I/II) beschäftigt.
In diesem Abschnitt lag der Schwerpunkt zunächst auf der Einleitung, dem Ersten Kapitel und dem Zweiten Kapitel. Das Dritte Kapitel („Das Kunstschöne oder das Ideal“) wurde als Ausblick für die kommende Sitzung dargestellt, aber nicht abgeschlossen.


(Weltzustand oder Handlung)

Überblick:
- es gibt Mächte des Handelns, die geeigneter sind …
- S. 233: Charaktere
→ passender Weltzustand in Antigone dargestellt (beide Mächte)
- Theorie der Schönheit auf geistesgeschichtlichen Voraussetzungen der Antigone


Einzelherleitung:
Hegel erklärt in seiner Einleitung die Kunst zunächst als etwas, das weglässt und stattdessen Ideale wiedergibt (S. 157). Im Seminar wurde gesagt, dass man die Kunst nicht als etwas photographisch Abbildendes betrachten kann – aus moderner Sicht gesprochen, in der ersten Hälfte des 19. Jhd.s wurde die Photographie gerade erst entwickelt. Das Subjekt wird in der Kunst seinem eigenen Charakter nach wiedergegeben. Als Beispiele nennt das Seminar Franz von Lenbachs Darstellung von Bismarck.

Hegel klärt in seiner Einleitung zuerst „Die Stellung der Kunst im Verhältnis zur endlichen Wirklichkeit“ und dann im Verhältnis zur Religion und Philosophie.
Auf S. 158 (Abs. 10) beschäftigt sich Hegel mit der „Zurückführung (nun) des äußerlichen Daseins ins Geistige“. Damit gibt er eine Denkrichtung vor, die seinem idealistischen Ansatz entspricht.
In diesem Fall visiert er das „Kunstideal“ an.
Nach Hegel ermöglicht die Kunst die Zurückführung ins Innerliche, wobei das Äußerliche nicht verschwindet, sondern Äußerliches und Innerliches zusammenfallen (Vereinigung).
Für Hegel kann so das Ideal mit der Wirklichkeit zusammenfallen (identisch sein).
Kunst beschäftigt sich mit „Vereinzeltem“, z. B. dem Indivuduum oder einem Gebäude wie einem Tempel.



- S. 158 Abs. 10: „Zurückführung (nun) des äußerlichen Daseins ins Geistige“ …
→ Kunstideal
- Zurückführung ins Innerliche, Äußerliches und Innerliches fallen zusammen
  (Vereinigung)
- Ideal ist Wirklichkeit
- Vereinzeltes: Individuum, Tempel
- Schattenreich als Ideal (S. 159 oben)
- Ideal an die Spitze stellen
- wie ein Gott (z. B. Apoll von Bellvedere)
- Schiller: „ernst ist das Leben, heiter die Kunst“
- „heitere Ruhe der Gestalten“ in antiken Kunstwerken
- tragische Helden
- Böses
- Heiterkeit geht verloren
- Hässlichkeit ←→ Unschönheit
- niederländische Malerei (Genremalerei als Beispiel für romantische Kunst)
- Bsp. Delft
- Eitelkeit, Schöntuerei, Miserabilität
- Rührung, Lachen und Weinen als Motiv für die Kunst (z. B. Das Lachchor... in Webers Beischrift)
- Seminar: Analyse des Freischütz von Weber, Lachchor, Ännchen
- Lachen: „Ausbruch des Herausplatzen“
- Homer: nur Heiterkeit, nicht abstraktes Herausplatzen...
- ebenso: Traurigkeit (Weber)
- selbst im Leiden muss der Wert des Klagens herauskommen
  (süsse Melodie des Gesanges in aller Kunst)
- Matthäus-Passion: Ruhe sanft!
- Ironie bedarf des nicht-substantiellen Gehaltes
- romantische Sehnsucht: auf dem Webe (kein substantieller Gehalt)
→ sinnlich fassbare ideelle Kunstwerke für Hegel notwendig
- S. 169: auch gemeine Natur kann sich die Kunst zum Stoff nehmen
- ist in Alltagssituatione mehr Gehalt? (z. B. Frau liest Brief)
→ aus der Gegenwart des eigenen Lebens
- Handelsthematik der Holländer (Malerei der Phantasielandschaften)
- Heiterkeit
- Historischer Exkurs: Krieg mit England, Hugo Grotius
- Tüchtigkeit
- S. 175?
- „tüchtige Entschlossenheit des In-Sich-Selbst-Substantiellen“
- totaler Geist
- Schmerz: Jesus nicht nur Gott, sondern auch Mensch 
- größere Kraft misst sich an größerer Kraft des Gegensatzes (Einheit)
- Auffassung der Situation von Seiten der Subjektivität (Reflexion)
→ wieder Antigone
- allgemeiner Weltzustand
- aufbrechende Differenz zwischen Kreon und Antigone
- das Wesentliche innerhalb der geistigen Wirklichkeit
- Zustand(sbuch): Göschenband XXX von Karl Jaspers (...der Zeit)
- durch den Willen tritt der Geist ins Dasein
- Geist kann sich nicht verbessern; Geist ist absolut
- An-Sich-Selbst-Substantielles: Ursache...
  = Innerlich-Göttliches, Absolutes
- die wahre Selbständigkeit geht verloren
- das Allgemeine des Denkens gehört der Kunst in ihrer Schönheit nicht an
- gerade die bes. Individualität soll mit dem Selbstlosen im Zusammenhang bleiben
- trennungsloser Zusammenhang im Ideal!
- (nicht losgelöst von der Individualität der Subjekte; vgl. Rousseau: frei geboren, aber in Ketten)
- das eigentümliche … Sinneswandel – in durch sich selber festgewordener Weise
- große Individuen
- Religion nach Kant zurückgefallen?
- nach Mendelssohn war das Judentum keine Religion
- Einfluss der Kirchen im deutschen Staat (Miniexkurs)
- kein Raum für Individualität
- S. 185:
- Theseus, Perseus (?): Heros und Mensch
- Helena (Kind von Zeus und Leda) … Amphytrion …
- Arete – Virtus
- Individualität ist sich selbst das Gesetz (ohne Zusatz)
- Heroen: Stifter von Staaten, Recht und Sitte gehen von ihnen aus (vgl. Herkules)
→ universelles Werk
- aus eigener Wahl vollzogen
- spanischer König
- Löwe = König, aber Wolf und Bär sitzen ebenfalls zu Rat
- Handlung importieren (?)/inputieren/zurechnen
- Ödipus: Gegensatz der subjektiven Absichten und der objektiven...
- Heroenzeit [lange vor Artusrunde]

Folgendes: Handlung + Charakter

[Bild des Stuhles, Raffael]