Fachbereiche: Geschichte, Sowi, Philosophie; Sprachen; Wirtschaft, Recht; Nawi, Biologie, Technik und Blödsinn.
Dieser Universal-Blog ist aus einer Seite für Geschichte, Politik (und Realienkunde) hervorgegangen, die sich dann in Richtung Humanwissenschaften weiterentwickelt hat.
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Montag, 1. Januar 2018

SENECA, EPISTULA 8, 1-2

SENECA PHILOSOPHUS hat "seinem" LUCILLIUS den kostenlosen Ratschlag erteilt, die große (fast immer blöde) Masse zu meiden (consentio!) und für sich zu bleiben. Allerdings scheint er sich eines Selbstwiderspruchs bewußt zu sein, da er auch gelehrt hat, bis zum bitteren Ende tätig zu sein (Einwandvorwegnahme). SENECA versucht den scheinbaren Widerspruch, wie folgt, zu beseitigen: Er habe sich vor der schnöden Welt zurückgezogen, um desto mehr philosophisch Interessierten (also nicht gerade der Majorität) sich nützlich (utilis) zu erweisen. Also von wegen Müßiggang. Sogar nachts widmet er seine Zeit den gelehrten Studien.
Er habe sich also von allen Angelegenheiten zurückgezogen, um für die Nachwelt zu arbeiten (wo es ja noch viele geben wird, die sich für Philosophie interessieren; also wenn man die jeweils wenigen zusammenrechnet). Sein Blick ist ergo nicht wie der der Alltagsmenschen auf das Jetzt gerichtet, sondern auf die Zukunft (was auch immer diese bringen wird). So will er heilsame Ratschläge und Rezepte fürs Leben niederschreiben, die Frucht der eigenen Erfahrung sind und mit denen er seine eigenen Fehler ("Wunden") einzudämmen sucht
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Sonntag, 31. Dezember 2017

AINU

Ähnliches Foto
Ainu in traditioneller Tracht (Shiraoi, Hokkaido)
 
Ainu (アイヌ; and. Schreibweisen: Aino, Aynu) bezeichnet man eine Volksgruppe, die die japanischen Inseln schon seit vielen Jahrtausenden bewohnt. Heute sind "eigenständige" Ainu nur noch in Teilen der nördlichen Insel Hokkaido anzutreffen. Vor einiger Zeit lebten sie noch in Nord-Hondo (Honshu) und auf Sachalin.
Man muss aber davon ausgehen, dass die Volksgruppe der Ainu auch woanders in den japanischen Genpool eingegangen ist. Die Sprache der Ainu stirbt gerade aus. Sie wird Ainugo genannt und ist nur schwer systematisch anderen Sprachen zuzuordnen. Sie gilt aber trotz des fast schon eingetretenen Sprachtodes als relativ gut erforschte Sprache. An der Erforschung waren neben Ainu Japaner, Russen (über Sachalin) und Forscher aus anderen Ländern beteiligt. Ainu wird üblicherweise in der japanischen Silbenschrift Katakana geschrieben. Es gibt aber nur sehr wenige aktuelle Publikationen in Ainugo.
Möglicherweise besteht eine Verwandtschaft der Ainu mit den Einwohnern Okinawas. Obwohl die Ainu schon viel länger auf den japanischen Inseln leben als die später eingewanderten "Yamato-Japaner", sind sie wahrscheinlich keine Ureinwohner. (Sprich: Sie lebten schon sehr lange auf den Inseln, aber nicht "von anfang an".)


Bildergebnis für Ainu Wiki
Ainu, Physiognomie


ETHNIE

Die Ainu sehen oft auch äußerlich anders aus als die Yamato. Unter Yamato versteht man die Japaner im heutigen Sinne (andere Termini vorhanden).
Die Ainu wirken stärker behaart und haben oft stark betonte Augenbrauen. Die Männer tragen oft Bärte. Einige Ainu haben Gesichtszüge, die entfernt an australische Aborigines erinnern - bei hellerer Haut-, andere haben ein Äußeres, das eher an Europäer erinnert. Dafür haben sie weniger geschlitzte Augen.
Genetisch sind die Ainu aber keineswegs europid, sondern ähneln in ihrem Erbgut Völkerschaften, die seit Urzeiten in Südost- und Ostasien vorherrschen.

Es ist unter Archäologen umstritten, ob die Ethnie der Ainu mit der Jomon-Kultur des frühen Altertums zusammenhängt (jomon jidai), die dann von der Yayoi-Kultur abgelöst wurde (yayoi jidai), die möglicherweise ethnisch durch die Yamato repräsentiert wurde.


KULTUR

Die Kultur der Ainu ist stark durch einen Bärenkult beeinflusst. Bären galten im relativ kalten Hokkaido als wichtige Jagdbeute. Dieser Kult ist sehr animalistisch geprägt. Bären wurden rituell getötet, worüber noch Filmaufnahmen aus dem frühen 20. Jhd. vorliegen.

Die Ainu leben entsprechend der kalten Witterung in gedeckten Holzhäusern. Ihre Architektur ähnelt genuin nicht der japanischen, auch wenn sie später gewissen Einflüssen ausgesetzt wurde.
Auch die Musterung der Kleidung ist anders als die japanische. Die Muster sind eckiger und treten oft auf dunkler Grundfarbe auf. Es gibt aber auch Variationen.
Die Männer tragen oft Bärte und die Frauen dunkel gefärbte Lippen, was sich fast zu Schnurrbartgröße auswachsen kann.


QUELLEN:

Wikipedia
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pogrom (Zeitschrift für bedrohte Völker)



INDIANER (INDIGENE VÖLKER AMERIKAS)

MARCELLINUS, AMMIANUS

AUGUSTUS