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Dienstag, 7. April 2015

PLAYMOBIL [Reg. Trade Mark]



Playmobil ist eine Spielzeugreihe ("System-Spielzeug") der deutschen Firma Geobra Brandstätter aus Zirndorf (Franken/BY).
Die Spielzeugwelt wurde um eine 7,5 cm große Spiel(zeug)figur entwickelt. Seit 1981 gibt es auch 5,5 cm große Kinderfiguren. An den Figuren waren ursprünglich Arme, Beine (doppelt/parallel) und der Kopf beweglich. Später wurden auch die Hände beweglich designt und die Arme bei einigen Figuren etwas angewinkelt. Die Figuren werden auch Klicky-Figuren genannt. Um 2014, dem Jahr des 40jährigen Bestehens, erschienen ungefähr 100 Mio. Figuren pro Jahr.

Zirndorf

Die Firma, die Playmobil-Figuren entwickelte, stellte ursprünglich Kunststoffbauteile her und war damit in geschäftliche Schwierigkeiten geraten. Der Firmeneigentümer Horst Brandstätter beauftragte den Chefentwickler Hans Beck mit dem Entwurf von Spielzeugreihen. Schon 1971 dachte man diese Richtung, aber erst 1974 wagte man in Folge der Ölpreise und gestiegener Kunststoffpreise den Schritt - die Figuren brauchten weniger Kunststoff als andere Bauteile. Der blaue Schriftzug der Marke wurde vom Designer Rainer Willingstorfer entworfen.


 1974 erfolgte die Markteinführung der Figuren mit Rittern, Indianern und Bauarbeitern. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse. Diesen ersten Themen folgten viele weitere. Auch das Zubehör erweiterte sich. 1976 kamen weibliche Figuren hinzu, 1981 (vgl. oben) Kinderfiguren und 1983 Babyfiguren. Die Figuren selbst blieben im Kern ihren Urmodellen ähnlich. Verfeinert wurden aber die Haartrachten und die beweglichen Hände.
Playmobil wurde auch im Ausland aktiv. Ab 1976 fertigte die griechische Firma Lyra das Sortiment in Lizenz und entwickelte eigene Produkte. Einige Jahre wurde auch für den Nahen Osten produziert. In den USA fertigte die Firma Schaper ab 1982 in Lizenz. Auf dem US-amerikanischen Markt musste die Firma sich aber mühsam gegen die Reihe Play-BIG der Firma BIG durchsetzen. Es kam zu langen Rechtsstreitigkeiten.
Geobra Brandstätter konnte so an die Spitze der deutschen Spielwarenhersteller aufsteigen.


In den folgenden Jahren folgte dann eine immer weitergehende Ausgestaltung des Sortiments, das/die hier im Artikel noch genauer ausgeführt ist. 
Im Jahre 2000 wurde in Zirndorf der erste Freizeitpark, der Playmobil FunPark, eröffnet. Inzwischen gibt es weitere Funparks: Paris, Malta, Athen, PalmBeach, ...


2004 feierten die Playmobil-Figuren ihren 30. Geburtstag. Dazu gab es im Historischen Museum der Pfalz Speyer eine große Ausstellung, die danach bis 2007 durch Deutschland tourte. Sie war u. a. in Zirndorf zu sehen. 


2006 stellte Playmobil zum 200. "Todestag" des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zum ersten Mal ein historisches Stadtwahrzeichen dar: Den Magdeburger Reiter aus der Stauferzeit.


Zum 40. Geburtstag fand 2014 unter dem Titel "Eine Abenteuerreise durch die Zeit" (Motto: "40 Jahre Playmobil") wieder eine Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz Speyer statt, die danach auch in anderen Museen zu sehen war.



PRODUKTENTWICKLUNG

Playmobil-System (1974 - 80):
Die ersten Playmobil-Figuren waren einfarbig. Die Einheitsfrisur konnte aber farblich variieren. Die Körper hatte noch wenig Relief für Steckverbindungen ("Steckkerben"). Sie waren auch im Inneren noch nicht so stabil.

Playmobil Color (1978 - 93)

Playmobil (1981 - 89)

Playmobil Puppenhaus (1989 - )

Playmobil (1990 - )

Playmobil 1.2.3 (1990 - )
Für Kleinkinder.

Playmobil Special (1993 - )
Die Reihe Playmobil Special umfasst viele Einzelfiguren.

Playmobil Weihnachten (1996 - )

Playmobil Ostern (1997 - ; 2004 - )

Playmobil RC-Train (1997 - )

Playmobil Space (1999 - 2003)

Playmobil First Smile (2000 - 2004)
Wie Playmobil 1.2.3, nur für noch kleinere Kinder. 

Playmobil RC-Modul
Dieses Modul ermöglicht es, Playmobilfahrzeuge fernzusteuern.

Playmobil Top Agents (2010/2012 - )

Playmobil Future Planet

Playmobil RC-Unterwassermotor (2013 - )



QUELLEN:

Eigenerfahrung
Wikipedia
Playmobil-Kataloge
Museum Speyer (Homepage) 








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