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Sonntag, 16. Dezember 2012

FUNK: JEDERMANNFUNK



Eine wichtige Kommunikation neben der über das Internet ist immer noch der Funk.
Seit den 90ern hat diese Kommunikationsmethode für Privatanwender zwar etwas an Attraktivität verloren, aber sie spielt immer noch eine grosse Rolle.

Kurzer Rückblick: Noch in den 80ern war der Funk DIE Methode für Privatleute und v. a. Jugendliche, sich jenseits der teuren und von den Erwachsenenwelt kontrollierten Telefone (Festnetzgeräte!) zu unterhalten.
Die Nachteile des Funks waren die begrenzte Reichweite, Übertragungsstörungen, mangelhafte Selektivruffähigkeit, mangelhafte Verschlüsselungsfähigkeit und die Konzentration auf die Sprachübertragung, auch wenn es schon ansatzweise Datenfunk gab. Die Vorteile des Funks waren und sind die Gebührenfreiheit, die schwere Ortbarkeit im Ggs. zu Mobiltelefonen und die Erreichbarkeit vieler Menschen im eigenen Umfeld.

Wie man sieht, hat der Funk Vor- und Nachteile. Aber welche Bänder bieten sich an?
An sich ist der Funk ein weites Feld, aber für Privatanwender, die nicht allzu viel zahlen möchten, bietet sich v. a. der sog. Jedermannfunk und evtl. noch der Amateurfunk an.
Der Jedermannfunk ist ein Überbegriff für günstige und allgemein verfügbare Funkanwendungen. Früher verstand man darunter im wesentlichen den CB-Funk. In Deutschland ist dieser seit 1975 verfügbar.

1. Der CB-Funk bot nach einigen Unstetigkeiten in der Anfangszeit 40 Kanäle und später 80 Kanäle FM. Später gab es noch weitere Liberalisierungen.
CB-Funk findet im 11m-Band im Bereich um 27 MHz statt. Dieser Bandbereich ist etwas störanfällig und nur bedingt geeignet für Handgeräte, weil eigentlich eine lange Antenne nötig wäre. Trotzdem hat er sich gut etabliert. Die Sendeleistung beträgt 4 Watt.

2.  Freenet ist eine Funkanwendung im 2m-Bereich um 149 MHz. Dieser Bandbereich liegt im Amateurfunkbereich und ist auch für Handgeräte gut geeignet. Die Sendeleistung beträgt 0,5 Watt.
Nachteile des Freenets sind die relativ hohen Anschaffungskosten und fehlende gesamteuropäische Regelungen.

3. PMR446 ist eine Funkanwendung im 70cm-Bereich um 446 MHz. Auch dieser Bandbereich liegt im Amateurfunkbereich und ist für Handgeräte gut geeignet. Die Sendeleistung beträgt 0,5 Watt wie bei Freenet-Anwendungen, die Reichweite ist aber etwas geringer.
Vorteile des PMR-Funks sind die niedrigen Anschaffungskosten und die einheitliche europäische Regelung.

4. LPD (SRD) ist auch eine Funkanwendung im 70cm-Band und liegt mit 433 - 434 MHz noch unter PMR.
Allerdings ist es wegen Überschneidungen mit anderen Anwendungen und einer geringen Sendeleistung in Verruf geraten ("out"). Das heisst aber nicht, dass es völlig zu vernachlässigen wäre. LPD liegt im für Handfunkgeräte guten 70cm-Band und verfügt über zahlreiche Kanäle. Ausserdem gibt es Kombigeräte mit PMR und LPD. Und nach neuesten Informationen soll es doch nicht auslaufen.


852375/857550/863125/

Kommentare:

  1. hatte früher cb, dann freenet und pmr. bei dx-wetter bin ich bis nach österreich gekommen. das waren übelst geile zeiten. hmm, ob ich noch n amateurschein mach *überleg* ;-))

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    1. Wir sind einmal sogar bis nach Italien und Nordspanien bzw. ins Baskenland gekommen.

      Ein Amateurschein lohnt sich fast immer.

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