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Dienstag, 14. Januar 2014

AELIANUS, CLAUDIUS ("ÄLIAN")

* ca. 170 in Praeneste (Palestrina)
+ 222 oder später

Claudius Aelianus (Ailianos [von Praeneste], dt. Älian) war ein römischer Sophist und Rhetoriklehrer.



Es liegen wenige Informationen über Älians Biographie vor. Es ist nicht klar, ob er aus der Patrizierfamilie der Claudier stammte.

Flavius Philostratos beschreibt ihn als Schüler des Pausanias in Rom. Er soll aufgrund seiner guten Beherrschung der griechischen Sprache auch μελίγλωσσος (Honigzunge) genannt worden sein.
In der Suda (byzantinisches Lexikon aus dem 10. Jhd.) wird er als Oberpriester unter Kaiser Septimius Severus beschrieben.
Älian soll sein Leben in Latium verbracht haben, anstatt zu reisen. Er erlebte noch den Tod Elagabals und wurde wohl über 60 Jahre alt.

Die Werke Älians sind in klassischer griechischer Sprache verfasst und kompilieren Werke der attischen Literatur. Älians Werke lassen sich in die Kategorie der "Buntschriftstellerei" einordnen. Dieser Begriff wurde nach seinem eigenen Werk "Bunte Geschichte(n)" benannt. Zur Buntschriftstellerei gehören auch Werke von Sueton, Gellius (Noctes Atticae), Physiologus und Cornelius Nepos (Exempla).

- "Bunte Geschichte(n)" (Ποικίλη ἱστορία – Varia historia):
  Die Bunte Geschichte beschreibt in 14 Büchern Anekdotisches über Merkwürdigkeiten aus der Natur und der Geschichte berühmter Völker;
  früheste Handschrift aus dem 10. Jhd.: Codex Ambrosianus 82 B 4 Sup.
- "Tiergeschichten" (Περὶ ζῴων ἰδιότητος – De natura animalium):
  Die Tiergeschichten enthalten in 17 Büchern Geschichten und Sagen über Tiere;
  einige Bücher sind nur in Auszügen erhalten;
  früheste Handschrift aus dem 10. Jhd.: Codex Parisinus suppl 52
- "Bauernbriefe" (Ἐπιστολαὶ ἀγροικικαί – Epistulae rusticae):
  Die Bauernbriefe sind eine Sammlung von 20 überwiegend erotischen Briefen; einige Forscher bezweifeln deren Echtheit;
  früheste Handschrift aus dem 10. Jhd.: Ambrosianus graecus 81 B

Von Älian sind auch noch rudimentär Schriften über die Vorsehung (Περὶ προνοίας), über das lenkende Eingreifen der Götter (Περὶ θείων ἐναργειῶν) und eine Anklage gegen Elagabal erhalten.


QUELLEN UND LITERATUR:

Wikipedia
Meyers Taschenlexikon
Älian: Bunte Geschichten. Übersetzt von Hadwig Helms; Leipzig 1990



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