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Samstag, 7. Juli 2012

ECHNATON: DER GROSSE SONNENHYMNUS (DER GROSSE ATONHYMNUS)



Aussprache: 
w  =  u
3  =  a (Alef)
a/' =  a (Ayin)

It ntschr tay chw hr wnmi imi-ra ssm-w nbw n hm-f ssch nsw m3at-f-i y.
Dwa {anch Ra-hr-achty hai m acht} {m rn-f m w nti m itn} anch dscht nhh itn anch wr imi hb-nb.
Snnt nb itn nb pt nb ta nb n pr itn m acht itn nsw biti anch m m3at nb tawi {nfr chprw Ra wa n Ra} sa Ra, anch m m3at nb ch'w {Ach n Itn} a3 m aha-f. ...



(Aus dem Grab des) Gottesvaters, Wedelträgers zur Rechten (seiner), des Vorstehers aller Pferde seiner Majestät, königlicher Schreiber seiner Gerechtigkeit, Eje.

Preiset/Preisen den/des {(lebender) Re-Harachte, der jubelt am Horizont}, {in seinem Namen ist/als Schu/Licht, der Aton ist}, möge er leben für immer und ewig, lebender Aton, Grosser in jedem Fest.
Alles/Herr dessen, was die Sonne umschliesst/umkreist, ist Aton.
Der Herr des Himmels, der Herr des Landes und der Herr des Hauses ist Aton, am Horizont ist Aton.

Er ist der König von Ober- und Unterägypten.
Er lebe in Gerechtigkeit/Maat.
(Und er ist) Herr der beiden Länder {Re ist vollkommen an Erscheinungsformen, der einzige des Re}, Sohn des Re.
Er lebe in Gerechtigkeit/Maat.
Herr der Kronen {der dem Aton dienlich ist}, er ist gross/lang in seiner Lebenszeit.*...
Seine geliebte königliche Gemahlin, Herrin der beiden Länder, {Neferneferu-Aton, Nefertiti}.
Die leben möge gesund und jung für immer und ewig.
Er sagt: Dein Aufgang ist schön am Horizont des Himmels, lebender Aton, Beginn des Lebens.
Wenn du erscheinst am östlichen Horizont, füllst du das ganze Leben mit deiner Schönheit.
Mögest du schön, gross, glänzend, und hoch sein, der Oberste des ganzen Landes.
Deine Strahlen, sie umgeben die Länder in der Art, wie alle von dir geschaffen wurden.
Du bist Ra, du bringst sie, nachdem du sie bezwungen hast, deinem geliebten Sohn.
Obwohl du fern bist, sind deine Strahlen auf der Erde.
Obwohl du hoch über ihnen bist, kann man deinen Weg/Lauf nicht kennen (?).
*
Du gehst unter am westlichen Horizont/Westhorizont und die Erde ist in Finsternis, im Zustand des Todes.
Die Schlafenden sind in der/im Kammer/Sommerhaus, ihre Köpfe sind (von Dunkelheit) verhüllt/bedeckt.
Kein Auge sieht das andere.
Ihre Sachen wurden gestohlen, die/obwohl sie unter ihren Köpfen lagen.
Und sie bemerken/wissen es nicht.
Jeder Löwe verlässt/verliess seine Höhle, alle/alles Schlangen/Gewürm beissen/beisst/sticht.
Das Feuer ist aus und die/das Erde/Land schweigt/liegt im Schweigen.
(Solange...) Der, der sie schuf, ruht/ist untergegangen an seinem Horizont.
* ...
Am Morgen/Tagesanbruch aber, gehst du auf/sobald du aufgegangen bist/mögest du aufgehen am Horizont,
leuchtest du als Aton/Sonne am Tage.
Du vertreibst du die Dunkelheit/Finsternis und spendest/sendest deine Strahlen (aus).
Die beiden Länder feiern, (das Sonnenvolk ist) wach und stehend auf beiden Beinen.
Sie wurden aufgerichtet durch dich.
Rein/gereinigt sind ihre Körper und sie tragen/erhalten Kleidung/Festkleider.
Beide Arme sind zum Gebet/Lobpreis erhoben bei deinem Aufgang.
Im ganzen Land, machen sie (nun) ihre Arbeit.
Das Vieh ruht (zufrieden) auf seiner Grasweide.
Die Bäume und Pflanzen/Gräser ergrünen/gedeihen.
Die Vögel flattern in/aus ihrem Nest.
Ihre Flügel sind preisend erhoben zu/für deinem/deinen Ka!
Alles Vieh/Wild springt auf die/den Beine/Beinen.
Alles, was fliegt und flattert/landet, sie leben, wenn/weil du sie bescheinst.
Die Schiffe fahren stromabwärts und auch aufwärts (gleichermassen).
Jeder Weg ist zugänglich (denn...), weil/wenn du ihn bescheinst/erhellst.
Die Fische im Fluss schnellen auf vor dir (deinem Antlitz).
Deine Strahlen sind im Innersten des Meeres/Ozeans.
*
Du erschaffst die Foeten in den (Ehe-)Frauen und die Körpersäfte in den Menschen/
indem du Wasser zu Menschen machst.
Du gibst dem Sohn im Leib seiner Mutter das Leben.
Du beruhigst ihn, damit er aufhört, zu weinen.
Die Amme im/ist der Leib der Frau.
Du gibst Atem, um all das/die zu beleben, was/die du geschaffen hast!
Wenn er/es den Körper verlässt, um am/den Tag seiner Geburt einzuatmen,
öffnest du seinen Mund ganz und gar.
Du sorgst für seine Bedürfnisse.

Das Küken im Ei piepst.
Du gibst ihm den/die Atem/Luft in sein Innerstes (darin), um es zu beleben.
Du machst es vollkommen/bestimmst, so dass es das Ei zerbrechen und verlassen kann,
um (sogleich) zu piepsen zu seiner/deiner Zeit.
Es geht auf seinen Beinen, es kommt da heraus.
Vielfältig ist das, was du geschaffen hast, obwohl es verborgen ist vor uns (?).
Einziger Gott, kein anderer ist seinesgleichen.
Du erschaffst/erschufst das Land nach deinem Willen, als du alleine warst.
Die Menschen, alle Herden, alles Vieh und all das, was auf der Erde ist, was auf den Beinen geht,
was am Himmel ist und mit seinen Flügel fliegt.
Die Länder Char und Kusch und das Land Ägypten, du gibst jedem Mann seinen Platz.
Du sorgst für ihre Bedürfnisse.
Jeder einzelne erhält seine Nahrung und ihre Lebenszeit ist gezählt.
Die Zungen unterscheiden sich in der Sprache, ebenso ihre Charaktere und ihre Häute.
Du machtest die Bewohner der Wüste so unterschiedlich.
Du erschufst den Nil in der Unterwelt und bringst ihn nach deinem Willen,
um die Untertanen am Leben zu erhalten. so wie du sie für dich geschaffen hast, oh Herr von ihnen allen.
Müdigkeit ist in ihnen, oh Herr des ganzen Landes, der du aufgehst für sie.
Oh Sonnenscheibe des Tages, gross an Ausstrahlung, in jedem fremden und fernen Land, du machst sie lebendig.
Du stelltest den Nil in den Himmel, damit er herabsteige zu ihnen,
damit er Wellen schlage auf die Berge wie das Meer, um zu bewässern ihre Felder in ihren Städten.
Perfekt ist es, dein Wesen, oh Herr der Ewigkeit.
Der Nil im Himmel, er ist für die Fremden und für das Vieh jedes Landes,
das auf den Beinen geht.
Der Nil, er kommt aus der Unterwelt nach Ägypten.
Deine Strahlen nähren jedes Land.
Wenn du aufgehst, leben sie und erreichen dich.
Du machst die Jahreszeiten, um deine Werke zu schaffen.
Der Winter wird ihnen Kühlung verschaffen, der Sommer sie von der Hitze kosten lassen (?).
Du erschufst den entferntesten Himmel, um dort aufzugehen und um zu sehen, was du erschaffen hast,
als du allein warst.
Mögest du aufgehen in deiner Form als lebender Aton/Sonne - aufgehend und erscheinend, entfernt und nah.
Du machst (?) der Gestalt, in der du allein bist.
Die Städte, die Orte, die Äcker, die (?) und Flüsse.
Jedes Auge erblickt dich (?).
Du bist Aton am Tag, das Oberhaupt (?).
(?) einzig, gemacht von dir.
Du bist in meinem Herzen und kein anderer ist da, der dich kennt.
Öffne die Augen deinem Sohn, {Nefer-cheperu-re wa-en-re}!
Du lässt ihn beten nach deiner Art und durch deine Kraft.
Die Erde ist in deiner Hand, so wie du sie erschaffen hast.
Wenn du aufgegangen bist, leben sie.
Wenn du untergehst, sterben sie.
Denn du bist die Lebenszeit, du selbst.
Durch dich lebt man.
Die Augen sind auf deine Schönheit gerichtet, bis du untergehst im Westen.
Wenn du aufgehst, wachsen (?) des Königs, ich eile auf allen Füssen.
Seit du die Erde erschaffen hast, trägst du sie hoch für deinen Sohn, der deinem Körper entsprang.
Er ist der König von Ober- und Unterägypten - er lebe in Gerechtigkeit - (der) Herr der beiden Länder.
{Nefer-cheperu-re wa-en-re}, Sohn des Re - er lebe in Gerechtigkeit - (der) Herr der Kronen,
{Ach-en-aton}, Grosser/gross in seiner Lebenszeit und für seine grosse königliche Gemahlin, seine Geliebte,
die Herrin der beiden Länder, Nefer-neferu-Aton Nefertiti, möge sie leben für immer und ewig.






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